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Stufendurchschnittssatztarif

Vorlesung von Walter Ried
Hans-Peter
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Stufendurchschnittssatztarif

Beitragvon Hans-Peter » Samstag 11. August 2012, 11:13

Warum hat der Stufendurchschnittssatztarif auch das Problem der "Reihenfolgeumkehr" (vgl. Skript S.73) ?

Dieses bezeichnet doch eigentlich den Fall, in dem die Steuerbelastung eines "Besserverdieners" niedriger ist, als die eines relativ schlecht verdienenden WS. Aber gerade das wird meiner Ansicht nach durch die Festlegung eines durchschnittlichen Satzes vermieden. Wo ist mein Denkfehler?

Danke für eure Hilfe :)

HP

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Martin
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Re: Stufendurchschnittssatztarif

Beitragvon Martin » Samstag 11. August 2012, 18:13

Hallo HP,
aus meiner Sicht liegt das Verständnisproblem in der korrekten Definition der Reihenfolgeumkehr. So wie Du es formulierst ist es etwas missverständlich.

Hierzu vergleichst Du das Ende einer Stufe mit dem Anfang der nächsten Stufe.

Wirf bitte mal einen Blick auf die Abbildung 24. Dort siehst Du ja die Sprungstellen der T-Funktion und die einzelnen Bereiche.

Der erste Bereich steigt bis linear an und weist dann eine Sprungstelle auf. Genau diese Sprungstelle bildet hier ein Problem. Weist das Individuum eine Bemessungsgrundlage in Höhe von auf, ist es schon in der nächsten Stufe und muss dort mehr Steuern zahlen.

Zieht man die Steuern von der Bemessungsgrundlage ab, so hat ein Individuum mit z.B. ein geringeres Nettoeinkommen als ein Individuum mit .

Die Reihenfolge der beiden Individuen gemessen an ihrem Nettoeinkommen kehrt sich also um.

Die Bemessungsgrundlage muss übrigens nicht zwangläufig das Einkommen sein, das habe ich hier nur aus Gründen der Anschaulichkeit gewählt.

Wenn Du weitere Fragen hast, dann poste sie bitte. Ich beantworte gerne.
BWL

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Re: Stufendurchschnittssatztarif

Beitragvon Hans-Peter » Samstag 11. August 2012, 19:39

Besten Dank


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