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Reproduktive Substanzerhaltung...

Fragen zur Kosten- und Leistungsrechnung (z.B. Begriffe, Kostenartenrechnung, Vollkostenrechnung, Prozesskostenrechnung)
Wolcanor
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Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Mittwoch 29. Juni 2011, 17:27

Kann mir jemand zu diesem Thema helfen? Welcher Zusammenhang besteht z.b. zwischen den Beträgen der kalkulatorischen Abschreibungen z.b. für 2003 bis 2008 und dem Wiederbschaffungswert an der Jahreswende 2008/09?
Wieso reicht die Summe der kalkulatorischen Abschreibungen dennoch aus, dann eine neue Maschine zu beschaffen?

Davon abgesehen dachte ich immer, dass Abschreibungen Aufwendungen sind. Wie kann man erklären, dass man sich von Abschreibungsbeträgen eine neue Maschine kaufen kann?

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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Martin » Mittwoch 29. Juni 2011, 23:01

Hi,
also erstmal muss klar zwischen kalkulatorische Abschreibungen und bilanzrechtlichen Abschreibungen unterschieden werden.

Wolcanor hat geschrieben:Wieso reicht die Summe der kalkulatorischen Abschreibungen dennoch aus, dann eine neue Maschine zu beschaffen?


Die Frage entspricht inetwa Aufgabe 4b aus dem Buch - siehe Lösungsteil.

Kurz: Die kalkulatorischen Abschreibungen lässt Du in den Produktpreis einfließen. Diesen Geldbetrag legst Du im jeweiligen Jahr zum geltenden Zinssatz an. Dadurch, dass aufgezinst wird, erhältst Du am Ende der Periode genau den Betrag, welchen Du zur Neuanschaffung der Maschine benötigst.

Wenn Du weitere Fragen hast, dann immer her damit!
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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Donnerstag 30. Juni 2011, 10:48

Was ist denn der Grund des Aufzinsens? Habe den genauen Sinn noch nicht verstanden...

Da ich wie gesagt dachte, dass Abschreibungen Aufwendungen sind, ist mir unklar, wie dadurch Geld für eine Maschine entstehen soll...

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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Martin » Donnerstag 30. Juni 2011, 13:44

Trenn Dich von dem Gedanken der Abschreibungen im Sinne des HGB. Die handelsrechtliche Abschreibung ist nur fürs Papier - also z.B. die Bilanz.

Wolcanor hat geschrieben:Da ich wie gesagt dachte, dass Abschreibungen Aufwendungen sind, ist mir unklar, wie dadurch Geld für eine Maschine entstehen soll...

Die Kosten für den Maschinenverschleiß werden voll an den Kunden in Form des Preises weitergegeben.

Ich probiere mich mal an einem Beispiel, zuerst ohne Zinsen oder Preissteigerung:

Code: Alles auswählen

Kauf einer Maschine für 10.000€;
Nutzungsdauer 5 Jahre;
Output der Maschine: 1.200 Stk./Jahr;
Fixkosten: 100.000€/Jahr


Abschreibungen sind also 2.000€ pro Jahr.
Diese 2.000€ + 100.000€ = 102.000€ sind die Kosten für die Produkte.
Ein Produkt muss also mehr als 102.000/1.200 = 85€ kosten, damit Du einen Gewinn erzielst.
Aus Deinem Umsatz legst Du pro Jahr 2.000€ auf ein Konto und sparst somit für die neue Maschine.
So wird der Aufwand über den Preis zur "Ersparnis" für eine neue Maschine.

Bringt man Zinsen / Preissteigerung / unterschiedliche Nutzungsdauern ins Spiel, wird die Sache nur etwas komplizierter.

Code: Alles auswählen

Kauf einer Maschine für 10.000€;
handelsrechtliche Abschreibung (AfA) 5 Jahre;
tatsächliche Nutzungsdauer 10 Jahre;
Marktzins 4%;
Preissteigerungsrate 2% p.a.


Was passiert handelsrechtlich?
Du schreibst jedes Jahr 2.000€ ab. Nach 5 Jahren ist die Maschine aus der Bilanz verschwunden (bzw. es bleibt Erinnerungs-Euro). Würdest Du nur diese handelsrechtlichen Abschreibungen in Deine Preiskalkulation übernehmen, bliebe am Ende wegen der Preissteigerung schlichtweg nicht genug Geld für eine Ersatzinvestition übrig.

Hier kommt die kalkulatorische Abschreibung ins Spiel.

Der Unternehmer weiß bereits am Anfang, dass er (erst) in 10 Jahren eine neue Maschine kaufen will, die dann aber aufgrund der Inflation teurer sein wird. Sie kostet dann 10.000*1,02^10 = 12.189,94€

Würde man keine Zinsen berücksichtigen, müsste man also pro Jahr 12.189,94 / 10 = 1.218,99 aufs "Sparkonto" zurücklegen. Da es aber einen Zins gibt, zu dem das Geld angelegt werden kann, braucht man am Ende von Jahr 01 nur den um die Restnutzungszeit abgezinsten Betrag 1218,99/(1,04^9) anlegen. Im zweiten Jahr dann 1218,99/(1,04^8) usw.

Sofern die Seiten angezeigt werden, schau doch mal in dieses Buch Seite 69:

Diese Voransicht des Buches wird über den Service books.google.com bereitgestellt:
Dieses Buch gebraucht oder neu erwerben: AMAZON.DE
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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Donnerstag 30. Juni 2011, 14:34

Ok, vielen Dank! Das hat mir schonmal weitergeholfen. Aber schau z.b. mal Aufgabe 4 in seinem Buch an: Dort existiert kein Marktzins, lediglich eine Presisteigerungsrate von 8% p.a.. Die Summe der kalkulatorischen Abschreibungsbeträge beträgt 126719 Euro. Eine Maschine würde an der Jahreswende 1994/95 einen Preis von 100000 Euro*1,08^5 = 146933 Euro haben. Warum reicht es jetzt trotzdem aus, sich eine neue Maschine zu kaufen? Obwohl kein Marktzins existiert, wird in der Lösung augezinst und zwar mit der Preissteigerungsrate von 8%.
Rechnet man also:

100000*1,08*1,08^4 + 100000*1,08^2*1,08^3 + ... usw.

Die Summe entspricht genau dem Wiederbeschaffungswert. Obwohl hier kein Marktzins existiert, wird aufgezinst. Warum? Wo kommt dieser Mehrwert her?

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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Martin » Donnerstag 30. Juni 2011, 15:06

Ich würde vermuten, dass hier von einem Marktzinssatz von 8% einfach ausgegangen wird. Ansonsten böte sich tatsächlich keine Möglichkeit, die Beträge aufzuzinsen. Das finde ich auch sehr verwirrend. In der Lösung steht dann einfach "Zinssatz=Preissteigerungsrate" (S. 176 ganz unten). Dieser Hinweis fehlt in der Aufgabenstellung, sonst ergibt das keinen Sinn.

Ich denke, in Aufgabe 5 ist es eindeutiger, jedoch insgesamt noch etwas schwieriger.

Wir können gerne noch weitere Aufgaben besprechen.
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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Donnerstag 30. Juni 2011, 15:46

Sehr gerne! :)

Wie sieht es mit der Klausur aus dem WS 08/09 aus?

Aufgabe 1 kommt mir fast zu einfach vor:

"Ein Unternehmen erwarb eine Maschine für 70.000 Euro. Die lineare Abschreibungsdauer ist in der AfA-Tabelle mit 5 Jahren angegeben. Man geht im Unternehmen hingegen von einer tatsächlichen Nutzungsduer von 7 Jahren aus.

(a) Wie hoch sind die jährlichen Abschreibungen im externen und internen Rechnungswesen?

-> Die Abschreibungen im externen Rechnungswesen entsprechen ja den bilanziellen Abschreibungen. Also Anschaffungswert / Abschreibungsdauer AfA. Folglich betragen die jährlichen Abschreibungen im externen Rechnungswesen 14.000 Euro oder?

Die Abschreibungen im internen Rechnungswesen entsprechen den kalkulatorischen Abschreibungen, also Wiederbeschaffungswert / Nutzungsdauer. Der Wiederbeschaffungswert beträgt konstant 70.000 Euro, da bis hierhin keine Preisteigerungsrate bekannt ist. Die Nutzungsdauer beträgt 7 Jahre. Also betragen die jährlichen Abschreibungen im internen Rechnungswesen 10.000 Euro.

Würdest Du genauso ansetzen?


(b) Wie hoch sind die Summen der jährlichen Abschreibungsbeträge im externen und internen Rechnungswesen?

-> Diese sind dann logischerweise 70.000 Euro

Diese Aufgabe ist der Grund, weswegen ich an meinem Ansatz zweifle.



Aufgabe 2: "Ergänzend zur Aufgabe 1 erfahren Sie nun, dass der nominale Zinssatz 20% p.a. und der Realzinssatz 8% p.a. betragen.

(a) Wieviel kostet - unter sonst gleichen Bedingungen - eine Maschine am Ende der tatsächlichen Nutzungsdauer?

-> Die Differenz aus dem nominalem Zinssatz und dem Realzinssatz ergibt die Preissteigerungsrate. In diesem Fall: 10%-8% = 12%
Die Maschine kostet also nach 7 Jahren: 70000*1,12^7 = 154748 Euro

(b) Ermitteln Sie die kalkulatorischen Abschreibungen, damit eine reproduktive Substanzerhaltung gerade sichergestellt ist! Wie groß ist die Summe dieser Abschreibungsbeträge?

-> Jahr 1: 11200 Euro, Jahr 2: 12544 Euro, Jahr 3: 14049 Euro, Jahr 4: 15735 Euro, Jahr 5: 17623 Euro, Jahr 6: 19738 Euro, Jahr 7: 22107 Euro

Summe: 112996 Euro



(c) Nennen Sie kurz das Argument, warum die Summe der kalkulatorischen Abschreibungen dennoch ausreicht, nach 7 Jahren eine neue Maschine zu beschaffen!

Diese Summe würde doch nun aber nicht ausreichen, um eine neue Maschine zu kaufen oder? Das meint aber doch die reproduktive Substanzerhaltung? Die Summe beträgt 112996 Euro, notwendig sind aber 154748 Euro. Ich würde das jetzt wieder mit Aufzinsen berechnen und dafür die Preissteigerungsrate nehmen, sodass höchstwahrscheinlich 154748 Euro als Summe herauskommen wird, allerdings möchte ich verstehen warum.
Zuletzt geändert von Wolcanor am Donnerstag 30. Juni 2011, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Donnerstag 30. Juni 2011, 15:48

Ergänzung: Ein Marktzins ist hier ja wieder nicht gegeben. Deswegen verstehe ich auch hier die Aufzinsung nicht und kann (c) deswegen nicht ausreichend begründen...

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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Donnerstag 30. Juni 2011, 16:12

Wolcanor hat geschrieben: In diesem Fall: 10%-8% = 12%

Es soll natürlich 20%-8% = 12% heißen...

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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Donnerstag 30. Juni 2011, 16:19

Martin hat geschrieben:Trenn Dich von dem Gedanken der Abschreibungen im Sinne des HGB. Die handelsrechtliche Abschreibung ist nur fürs Papier - also z.B. die Bilanz.

Wolcanor hat geschrieben:Da ich wie gesagt dachte, dass Abschreibungen Aufwendungen sind, ist mir unklar, wie dadurch Geld für eine Maschine entstehen soll...

Die Kosten für den Maschinenverschleiß werden voll an den Kunden in Form des Preises weitergegeben.

Ich probiere mich mal an einem Beispiel, zuerst ohne Zinsen oder Preissteigerung:

Code: Alles auswählen

Kauf einer Maschine für 10.000€;
Nutzungsdauer 5 Jahre;
Output der Maschine: 1.200 Stk./Jahr;
Fixkosten: 100.000€/Jahr


Abschreibungen sind also 2.000€ pro Jahr.
Diese 2.000€ + 100.000€ = 102.000€ sind die Kosten für die Produkte.
Ein Produkt muss also mehr als 102.000/1.200 = 85€ kosten, damit Du einen Gewinn erzielst.
Aus Deinem Umsatz legst Du pro Jahr 2.000€ auf ein Konto und sparst somit für die neue Maschine.
So wird der Aufwand über den Preis zur "Ersparnis" für eine neue Maschine.

Bringt man Zinsen / Preissteigerung / unterschiedliche Nutzungsdauern ins Spiel, wird die Sache nur etwas komplizierter.

Code: Alles auswählen

Kauf einer Maschine für 10.000€;
handelsrechtliche Abschreibung (AfA) 5 Jahre;
tatsächliche Nutzungsdauer 10 Jahre;
Marktzins 4%;
Preissteigerungsrate 2% p.a.


Was passiert handelsrechtlich?
Du schreibst jedes Jahr 2.000€ ab. Nach 5 Jahren ist die Maschine aus der Bilanz verschwunden (bzw. es bleibt Erinnerungs-Euro). Würdest Du nur diese handelsrechtlichen Abschreibungen in Deine Preiskalkulation übernehmen, bliebe am Ende wegen der Preissteigerung schlichtweg nicht genug Geld für eine Ersatzinvestition übrig.

Hier kommt die kalkulatorische Abschreibung ins Spiel.

Der Unternehmer weiß bereits am Anfang, dass er (erst) in 10 Jahren eine neue Maschine kaufen will, die dann aber aufgrund der Inflation teurer sein wird. Sie kostet dann 10.000*1,02^10 = 12.189,94€

Würde man keine Zinsen berücksichtigen, müsste man also pro Jahr 12.189,94 / 10 = 1.218,99 aufs "Sparkonto" zurücklegen. Da es aber einen Zins gibt, zu dem das Geld angelegt werden kann, braucht man am Ende von Jahr 01 nur den um die Restnutzungszeit abgezinsten Betrag 1218,99/(1,04^9) anlegen. Im zweiten Jahr dann 1218,99/(1,04^8) usw.

Sofern die Seiten angezeigt werden, schau doch mal in dieses Buch Seite 69:

Ich glaube, hier hast Du einen Fehler gemacht. Statt 1,04 muss es glaube ich 1,02 heißen, da dem Marktzins von 4% eine Preissteigerungsrate von 2% entgegenwirkt. So wird es in Aufgabe 5 in Körnerts Buch auch gerechnet. 1,04 muss es heißen, wenn keine Preissteigerungsrate existiert...

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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Martin » Donnerstag 30. Juni 2011, 16:30

Habe auch mal nachgerechnet und die gleichen Lösungen wie Du heraus.

Wolcanor hat geschrieben:Aufgabe 1 kommt mir fast zu einfach vor

Damit komme ich auch regelmäßig nicht klar. Manchen Aufgaben sind so schwierig und manche dann so einfach, dass man in der Klausur irgendwie irritiert ist, ob man nicht doch etwas vergessen hat. Aber ich denke, dass ist richtig.

Wolcanor hat geschrieben:Ein Marktzins ist hier ja wieder nicht gegeben.

Vielleicht hatte ich vorhin den Begriff "Marktzins" falsch verwendet. Ich denke, hier kann man schon sagen, dass etwas derartiges gegeben ist.
Wikipedia.de hat geschrieben:Ein Realzins ist definiert als ein um die erwartete Preisveränderungsrate korrigierter nominaler Zinssatz. Er gibt folglich preisbereinigt den Ertrag („real“) einer Anlage an.


Wolcanor hat geschrieben:Ich glaube, hier hast Du einen Fehler gemacht. Statt 1,04 muss es glaube ich 1,02 heißen, da dem Marktzins von 4% eine Preissteigerungsrate von 2% entgegenwirkt. So wird es in Aufgabe 5 in Körnerts Buch auch gerechnet. 1,04 muss es heißen, wenn keine Preissteigerungsrate existiert...

Ok, lassen wir zukünftig den Begriff Marktzins weg, das hatte ich falsch gewählt. Sagen wir Realzins 4%, dann ergibt das auch Sinn.
Realzins (4%) + Preissteigerung (2%) = nominaler Zinssatz (6%)
Demnach müsste das wieder in Ordnung sin, oder?

Vielleicht schaffe ich heute auch noch ein paar weitere Altklausuraufgaben zu lösen.
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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Freitag 1. Juli 2011, 15:42

Zu Aufgabe 5 in Körnerts Buch:
Was ist hier mit Ausschüttungsmöglichkeiten bzgl. reproduktiver Substanzerhaltung gemeint? Eigentlich müsste das ja jeweils der Differenzbetrag sein, den man durch die Zinsen weniger anlegen braucht, um die reproduktive Substanzerhaltung zu gewährleisten. Dieser Gedanke geht aber anhand der Lösung nicht auf bzw. kann ich die Lösung zu diesem Punkt gar nicht nachvollziehen.

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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Freitag 1. Juli 2011, 16:01

Hat sich erledigt :)

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Re: Reproduktive Substanzerhaltung...

Beitragvon Wolcanor » Dienstag 5. Juli 2011, 15:33

Kann mir hier jemand helfen?

WS08/09 Aufgabe 2:

Aufgabe 2: "Ergänzend zur Aufgabe 1 erfahren Sie nun, dass der nominale Zinssatz 20% p.a. und der Realzinssatz 8% p.a. betragen.

(a) Wieviel kostet - unter sonst gleichen Bedingungen - eine Maschine am Ende der tatsächlichen Nutzungsdauer?

-> Die Differenz aus dem nominalem Zinssatz und dem Realzinssatz ergibt die Preissteigerungsrate. In diesem Fall: 10%-8% = 12%
Die Maschine kostet also nach 7 Jahren: 70000*1,12^7 = 154748 Euro

(b) Ermitteln Sie die kalkulatorischen Abschreibungen, damit eine reproduktive Substanzerhaltung gerade sichergestellt ist! Wie groß ist die Summe dieser Abschreibungsbeträge?

-> Jahr 1: 11200 Euro, Jahr 2: 12544 Euro, Jahr 3: 14049 Euro, Jahr 4: 15735 Euro, Jahr 5: 17623 Euro, Jahr 6: 19738 Euro, Jahr 7: 22107 Euro

Summe: 112996 Euro



(c) Nennen Sie kurz das Argument, warum die Summe der kalkulatorischen Abschreibungen dennoch ausreicht, nach 7 Jahren eine neue Maschine zu beschaffen!

Diese Summe würde doch nun aber nicht ausreichen, um eine neue Maschine zu kaufen oder? Das meint aber doch die reproduktive Substanzerhaltung? Die Summe beträgt 112996 Euro, notwendig sind aber 154748 Euro. Ich würde das jetzt wieder mit Aufzinsen berechnen und dafür die Preissteigerungsrate nehmen, sodass höchstwahrscheinlich 154748 Euro als Summe herauskommen wird, allerdings möchte ich verstehen warum.

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