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Reproduktive Substanzerhaltung!

Fragen zur Kosten- und Leistungsrechnung (z.B. Begriffe, Kostenartenrechnung, Vollkostenrechnung, Prozesskostenrechnung)
Wolcanor
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Reproduktive Substanzerhaltung!

Beitragvon Wolcanor » Dienstag 12. Juli 2011, 11:12

ich habe nochmal mal eine Frage zur reproduktiven Substanzerhaltung in
Verbindung mit kalk. Abschreibungen und Preissteigerungsraten:

Nehmen wir an, folgender Sachverhalt ist gegeben:

AK: 100.000 Euro
tatsächliche Nutzungsdauer: 5 Jahre
Preissteigerungsrate: 8%

Der Wiederbeschaffungswert nach 5 Jahren beträgt also:

100.000*1,08^5`=`146.933 Euro

Da die kalkulatorischen Abschreibungen ja die Preissteigerungsraten berücksichtigen sollen, betragen die kalk. Abschreibungen PRO JAHR also 146.933/5 = 29.386,6 Euro.

Multipliziert man diesen Wert mit der Nutzungsdauer, kommt logischerweise wieder der Wiederbeschaffungswert heraus. Da die kalkulatorischen Abschreibungsbeträge angelegt werden, ist es möglich, sich eine neue Maschine zu beschaffen (reproduktive Substanzerhaltung).

Nun zu meinem Anliegen:
In Körnerts Buch existiert eine Aufgabe mit gleichen Daten (Aufgabe 5). Hier vergrößern sich jedoch die kalkulatorischen Abschreibungsbeträge von Jahr zu Jahr. Ich weiß zwar, wie man auf die jeweiligen Beträge kommt, jedoch verstehe ich den Sinn nicht. Soll das vielleicht bedeuten, dass man bei angenommener Nutzungsdauer von z.b. 2 Jahren zweimal den Betrag steht, der in dieser Zeile angegeben ist? (also 2 mal 20.000*1,08^2) und nach 3 Jahren dreimal den 20.000*1,08^3? In der Lösung wird der angegebene Abschreibungsbetrag noch jeweils mit der Restnutzungsdauer aufgezinst, also im ersten Jahr mit 1,08^4, im zweiten Jahr mit 1,08^3 usw., was im Enddefekt zu meiner Erklärung am Anfang führt und analog ist.
Wie verstehe ich diese Zusammenhänge richtig?

Betty176
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Re: Reproduktive Substanzerhaltung!

Beitragvon Betty176 » Dienstag 20. November 2012, 18:47

Hat jemand dazu eine Lösung gefunden?
Bezieht sich auf ss11 und ws 08/09 Aufgabe 2c)...
"Nennen Sie kurz das Argument,warum die Summe der kalkulatorischen Abschreibungen dennoch ausreicht, nach der tatsächlichen ND eine neue Maschine zu beschaffen!"
Habe zu dem Argument nirgends was gefunden im Buch!

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Martin
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Re: Reproduktive Substanzerhaltung!

Beitragvon Martin » Dienstag 20. November 2012, 21:49

Man unterstellt, dass die kalkulatorischen Abschreibungen in die Preisgestaltung einfließen.

Jede Periode holt man sich den kalk. Abschreibungsbetrag vom Kunden wieder.

Werden die Beträge der kalkulatorischen Abschreibung zum geltenden Haben-Zinssatz angelegt, kommt man am Ende der tatsächlichen Nutzungsdauer genau auf den Wiederbeschaffungswert.

Probier es mal aus und zinse die kalkulatorischen Abschreibungen wie eine Geldanlage auf.
BWL

Betty176
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Re: Reproduktive Substanzerhaltung!

Beitragvon Betty176 » Dienstag 20. November 2012, 22:07

Danke dir für die schnelle Antwort :)
Abgezinst hatte ich es auch schon und kam auch auf das gleiche Ergebnis wie oben beim wiederbeschaffungswert.
Mich hatte es nur mit dem Argument dafür gewundert in der Aufgabenstellung, damit konnte ich nicht so viel anfangen :)


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