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Klausuraufgabe SS2012, Lösung

migueleFX
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Klausuraufgabe SS2012, Lösung

Beitragvon migueleFX » Montag 21. Januar 2013, 19:50

Hallo Leute - es gibt mal wieder eine Frage meinerseits. Und zwar habe ich mich an die Lösung der Aufgabe SS2012/1b) gemacht. Allerdings erscheint mir mein Wissen etwas knapp bemessen, dafür dass es ja nur 3 Aufgaben gibt und somit jede 60-70 Punkte haben müsste (richtig?).

[quote=Aufgabe 1b]Gehen Sie ausführlich auf die Unterschiede im Einsatz der Offenmarktgeschäfte während der augenblicklichen Krise (Seit 2008) und in geldpolitischen Normalzeiten ein.[/quote]

Mein Ansatz:

In geldpolitischen Normalzeiten wird Zentralbankgeld/Liquidität vorallem über die Standardinstrumente der EZB , d.h. zu 2/3 via Hauptrefinanzierungsgeschäften (wöchentlich, Laufzeit 1 Woche, Zinstenderverfahren) und zu 1/3 via Längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (monatlich, Laufzeit 3 Monate, Zinstenderverfahren) bereitgestellt.

Nach Ausbruch der Krise flutete die EZB zunächst am 09. August 2007 mit einem "Mega"-Schnelltender den Markt mit Liquidität. (Vlt. sogar als Lender of last resort)

2008 nach dem Konkurs der Lehman Brothers versiegte der Interbankenmarkt, was die EZB dazu verleitete auf dieses Marktversagen zu reagieren. Man ging zum Mengentenderverfahren zurück, welches man ja zuvor wegen der Bieterwettstreits abgeschafft hatte. Allerdings haben die Tender jetzt eine Vollzuteilung, d.h. jedes Gebot wird zu 100% bedient. Somit konnten die Geschäftsbanken wieder auf Liquidität zugreifen, die Ihnen am Interbankenmarkt (von liquiden Teilnehmern) versagt wurde.

Innerhalb des Jahres 2008 wurde zudem der Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 1% abgesenkt. Der der Spitzenrefinanzierungsfazilität auf 1,75%, der Satz der Einlagenfazilität auf 0,25%. Der Zinskorridor also stark abgesenkt. Somit war eine günstige Liquiditätsbeschaffung seitens der Banken möglich.

Bei den Längerfristigen Refinanzierungsgeschäften erweiterte man die befristeten Transaktionen um 6/12/24/36 Monatsgschäfte, wodurch den Geschäftsbanken die Möglichkeit gegeben wurde wieder langfristig zu planen, zu festen Zinsen. Die LRG werden nun vorangig genutzt ( zu 80%).

Die Hereinnahme von Termineinnahmen, welche vor der Krise nur unregelmäßig angeboten wurde, erfolgt mittlerweile regelmäßig um übermäßige Liquidität abzuschöpfen. D.h. Feinsteuerungsoperationen finden verstärkt Anwendung.

Als letzten Punkt habe ich noch die Ankaufprogramme von Wertpapieren in dysfunktionelen Sektoren im Angebot, um diese zu stärken. Die so freigesetzte Liquidität wird jedoch wieder vollständig neutralisiert.


So weit, so gut. Nun stellt sich mir die Frage, ob dies ausreichen würde. Es kann auch sein ich habe die entscheidente Vorlesung verpasst. Denke ich aber eigentlich nicht. Hoffe jemand kann etwas beitragen.

Grüße.

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