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Altklausurlösung Entscheidungstheorie (ABWL SoSe 2011)

Entscheidungstheorie
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Martin
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Altklausurlösung Entscheidungstheorie (ABWL SoSe 2011)

Beitragvon Martin » Dienstag 5. März 2013, 12:56

Lösungsvorschlag zur Altklausur Entscheidungstheorie (ABWL SoSe 2011)

Basisliteratur ist weiterhin:


Aufgabe 1) Delphi Methode

    a)

    Expertenprognose / Prognosemodell
    Ziel: Erlangung Konvergenz Expertenmeinungen

    b)

    (1) Zunächst muss das Prognoseproblem definiert werden, z.B. Entwicklung der Verkaufszahlen von KFZ.
    (2) Die Experten werden ausgewählt und separiert eingebunden (keine "Gruppenarbeit"). Im Beispiel können dies KFZ-Hersteller, Wirtschaftsexperten, ... sein.
    (3) Nun werden die Experten schriftlich befragt, wie sich die Verkaufszahlen in einem Zeitraum entwickeln.

    (4) Individuelle Prognosen werden in einem Exposé zusammengestellt und anschließend
    (5) anonymisiert an die Experten übermittelt.
    (6) Im Anschluss erfolgt eine erneute schriftliche Befragung der Experten.

    Die Arbeitsschritte (4) (5) (6) werden wiederholt, bis die Ergebnisse ausreichend konvergiert oder sich akzeptable Intervalle ergeben haben.

    c)

    Vorteile der Delphi-Methode: Unterschiedliche Meinungen werden berücksichtigt, Anonymität wirkt schützend

    Nachteile der Delphi-Methode: Einflussnahme durch Auswahl der Experten, Informationsrückkopplung könnte hemmend wirken, Meinung aufrecht zu erhalten (Stichwort Gruppendynamik)


Aufgabe 2) Relative Effizienz

    a)

    Data Envelopment Analysis, weil sie die Effizienz einer Decision Making Unit (DMU) im Verhältnis zu allen anderen DMUs ermittelt

    b)

    Input-Größen
    Mitarbeiter: Anzahl der Beschäftigten
    Miete der Ladenfläche / Abschreibung auf Immobilien: Berücksichtigung von unterschiedlichen Geschäftslagen und Filialgröße
    Logistikkosten: Berücksichtigung der regionalen Lage bei der Warenlieferung

    Output-Größen
    Gewinn: Höhe des Gewinns der Filiale als Hauptziel
    Kunden: Quantitative Berücksichtigung der Kundenanzahl für Einschätzung der Attraktivität
    Kundenzufriedenheit: Berücksichtigung qualitativer Komponente als Nebenziel

    c)

    Skizze:
    variable konstante Skalenerträge DMU Decision Making Unit.jpg
    Vergleich variable und konstante Skalenerträge von DMUs
    variable konstante Skalenerträge DMU Decision Making Unit.jpg (14.33 KiB) 2865 mal betrachtet

    Der "1 Input, 1 Output"-Fall lässt sich zweidimensional darstellen: DMU 3, DMU 5 und DMU 4 befinden sich unter der Annahme variabler Skalenerträge auf der Effizienzhüllkurve; unter der Annahme konstanter Skalenerträge wären sie hingegen ineffizient. DMU 1 wäre in beiden Fällen effizient. Die Festlegung der Skalenerträge ist sensitiv in Bezug auf die relative Effizienz der DMUs.

    variable Skalenerträge: Fixkosten können auf der Abzisse implementiert werden (Hüllkurve startet etwas weiter rechts)
    d)

    Fehlt noch. - Wer kann helfen?


Aufgabe 3) Konfliktstufen nach Glasl

    9 Konfliktstufen:
      Win-Win (beide Partner wollen Entscheidung, sofern für beide vorteilhaft)
    • "Interdependentes Team": Ausgangspunkt
    • "Verhärtung": nur Sachbezogenheit
    • "Polemik": Beharren auf Positionen
    • "Taten statt Worte": individuelles Handeln
      Individuen wollen stets Rückkehr zum interdependenten Team, eine innere Moderation ist notwendig.

      Win-Lose (Individuum strebt vorteilhafte Lösung an, die das andere schädigt)
    • "Gut-Böse-Denken": Koalitionen und binäres Denken
    • "Gesichtsverlust": Angst, Meinung zu äußern
    • "Drohstrategien": bewusste Einschüchterung
      Externe Konfliktberatung durch Mediatoren notwendig, um zur konstruktiven Arbeit zurückzukehren.

      Lose-Lose (Individuum schädigt sich selbst, um das andere Individuum zu schädigen)
    • "Begrenzte Vernichtung":
    • "Sabotage": Feindseligkeit
    • "Gemeinsam in den Abgrund": Selbstvernichtung
      Schlichtung

Aufgabe 4) "Unvollständiges Fax"

    a)

    kann eine ineffiziente Alternative sein, wenn sie durch eine andere Alternative dominiert wird. Für und trifft dies nicht zu, da diese jeweils in einem Ziel besser und in einem Ziel schlechter als sind. Es bleibt nur übrig, die dominieren kann.
    Dafür müsste gelten: und oder und

    b)

    Unter folgender Bedingung würde sowohl als auch dominieren und folglich 2 nicht-dominierte Alternativen übrig bleiben:
    und oder und

    c)

    Die Gewichtung ist prinzipiell irrelevant, da gleichmäßig relativ gewichtet wird.
    und oder und


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Re: Altklausurlösung Entscheidungstheorie (ABWL SoSe 2011)

Beitragvon steffisorglos » Mittwoch 24. Juli 2013, 10:30

Hallo, ich finde es super, dass du hier Lösungen reinstellst. Ich habe bei 4b SS10 eine andere Lösung,

bei mir sind noch 2 übrig, wenn gilt:

u41 größer gleich 4 und u14 kleiner gleich 2. Soll heißen schon allein wenn man 4 und 2 einsetzt, sind 2 übrig.

Vielleicht liege ich da auch falsch. Schau einfach nochmal rüber. Lg Steffi :-)


Ach und bei c) hab ich auch etwas anderes.

a1 3x1 4x4 1x3 2xu14
a4 u41x1 4x4 1x3 2x2

3+16+3+2x u14 = 25+1xu14
25+2x u14 = 25+1x u14
u14 = 1/2 u41

Heißt also u41 muss weniger als halb so groß wie u14 sein
oder u14 muss mehr als doppelt so groß sein wie u41

Aber wie gesagt, alles unter Vorbehalt. Ist nur meine eigene Variante. Entscheidet selbst.

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Re: Altklausurlösung Entscheidungstheorie (ABWL SoSe 2011)

Beitragvon Martin » Mittwoch 24. Juli 2013, 13:51

Hi. Ich bin mit ABWL durch und kann meine damaligen Ergebnisse leider nicht nochmals prüfen. Evtl. finden sich andere Forenmitglieder, die das noch mal mitrechnen. Viele Grüße!
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